Sicht auf Tokio von oben.
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eastbound – 7 Monate. Eine Reise.

7 Monate. Ein Rucksack. Und diesmal kein Wochenende, sondern eine Reise, für die wir unseren Alltag für mehrere Monate hinter uns lassen.
Eine Reise durch China, Japan, Südostasien und Australien.

Wie unsere Reiseidee entstand

Der Wunsch nach einer längeren Reise, also mehrere Monate unterwegs zu sein, schlummert wohl schon länger in uns, ohne dass wir wirklich konkret sagen könnten, wann die erste Idee dazu entstanden ist. Vermutlich gab uns unsere Japan- und Südkorea-Reise im Winter 2024/25 den letzten Anstoß dazu.

Unsere erste Fernreise und mit knapp 14 Tagen viel zu wenig, um beide Länder abschließend erkunden zu können, aber jedenfalls genug, um unser Interesse an der Kultur und den Ländern zu wecken bzw. weiter zu vertiefen. Ab der jeweiligen Abreise stand somit förmlich schon fest, dass wir wiederkommen werden – und dann hoffentlich länger.

Meine Faszination für China und vor allem seine Küche, aber auch das große Interesse an Thailand und Vietnam machten es uns schwer, das nächste Fernreiseziel festzulegen. Ein roter Faden war aber bereits erkennbar: Es bestand ein doch sehr großes Interesse an Ost- und Südostasien.

Ohne es genau zu wissen, könnte so die Idee entstanden sein, dass man, wenn man sich nicht entscheiden kann, vielleicht auch einfach alles auf einmal abdecken könnte. Einfach ist hierbei jedenfalls relativ Ohne es genau zu wissen, könnte so die Idee entstanden sein, dass man, wenn man sich nicht entscheiden kann, vielleicht auch einfach alles auf einmal abdecken könnte. Einfach ist hierbei allerdings relativ.

Wohlwissend, welches Privileg es ist, überhaupt die Möglichkeit zu haben, eine solche Reise verwirklichen zu können, war uns auch bewusst, dass eine Reise in diesem Ausmaß weder organisatorisch noch privat oder beruflich ein Selbstläufer sein würde. Eine solche Reise bedarf nicht nur einer sehr gut durchdachten und optimierten Planung sowie einer ausreichenden Vorlaufzeit, sondern auch einer gewissen Determination, zumindest vorübergehend den eigenen Alltag und auch den eigenen Job hinter sich zu lassen. Dass wir diese Möglichkeit haben, wissen wir entsprechend zu schätzen – gleichzeitig war für uns aber auch klar, dass eine solche Entscheidung mit einigen Konsequenzen und vielen kleinen und großen Entscheidungen im Vorfeld verbunden sein würde.

Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf begannen wir, die Idee konkreter werden zu lassen. Etwas tiefer in die Recherche eingestiegen, stößt man natürlich auf weitere spannende Gegenden und Orte, die sich geschickt miteinander verbinden lassen – und so entstand langsam die Idee einer wirklich langen Reise.

Von der Weltreise nach Asien

Da sich unser Interesse nicht nur auf Asien, sondern quasi quer über die Welt erstreckt, war unsere erste Vision tatsächlich eine richtige Weltreise.

Wir wollten in Indien starten, weiter nach China und von dort Richtung Osten und anschließend immer weiter nach Süden reisen, bis wir mit Indonesien in gewisser Weise das Ende Asiens erreicht hätten. Von dort sollte es weiter nach Australien und Neuseeland gehen, bevor wir schließlich noch Ozeanien mit seinen wunderschönen Inseln erkunden wollten.

Träumend setzten wir unsere Route weiter über Hawaii bis nach Kalifornien und Mexiko fort, das auf unserer Bucketlist ohnehin fast ganz oben steht. Auch große Teile Südamerikas hätten sich auch noch wunderbar anschließen lassen.

Die Idee war also schnell größer als nur eine Reise durch Asien.

Nach den ersten oberflächlichen Recherchen kamen wir aber relativ schnell zu dem Schluss, dass uns für eine Reise in diesem Ausmaß sowohl die Zeit, vor allem aber das Geld fehlen würde. Es galt also, die Route erheblich zu reduzieren und zu optimieren.

Ein wichtiger Punkt war dabei von Beginn an, dass wir uns so wenig wie möglich auf das Flugzeug verlassen wollten und uns stattdessen so gut es geht auf dem Landweg fortbewegen möchten. Naheliegend war es deshalb, uns auf einen Kontinent zu konzentrieren, in dem sich viele Länder gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln miteinander verbinden lassen.

Gepaart mit unserem ohnehin großen Interesse an Asien, seinen unterschiedlichen Kulturen und kulinarischen Ausprägungen war die Entscheidung somit relativ schnell getroffen: Unsere große Reise sollte uns durch Asien führen.

Sieben Monate ohne Zeitdruck

Natürlich decken wir allein in Asien bereits viele Länder ab. Eines unserer zentralsten Ziele bei dieser Reise ist deshalb aber gerade nicht zu hetzen.

Es soll für uns nicht darum gehen, möglichst viele Länder auf einer Landkarte abzuhaken oder am Ende sagen zu können, in wie vielen Ländern wir innerhalb von sieben Monaten waren. Vielmehr wollen wir uns in den jeweiligen Ländern bewusst Zeit nehmen, in die Kultur und das Land einzutauchen und so gut es geht auch das alltägliche Leben kennenzulernen. All das, was man auf normalen Reisen aufgrund von Zeitmangel oft gar nicht schafft.

Wir wollen nicht nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten eines Landes sehen und anschließend bereits wieder weiterziehen. Natürlich werden auch diese ihren Platz auf unserer Route finden, viel wichtiger ist uns aber, ein Gefühl für die einzelnen Länder und Orte zu bekommen. Durch die Straßen zu spazieren, lokale Restaurants auszuprobieren, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und auch einmal einen Tag ohne konkreten Plan zu verbringen.

Gerade die Möglichkeit, nicht jeden Tag mit Sightseeing vollpacken zu müssen, ist einer der Gründe, warum wir uns überhaupt für eine so lange Reise entschieden haben.

Wir planten deshalb zunächst grob die Route, erfassten sämtliche Länder und Orte, die uns interessierten, und versuchten gleichzeitig genügend Zeit für Erholungsphasen einzuplanen. Schließlich wird eine solche Reise mit Sicherheit auch anstrengend werden.

Alles grob durchgerechnet, kamen wir auf eine ungefähre Reisedauer von sieben Monaten. Wobei uns gerade diese Zahl nicht als fixe Grenze dienen sollte.

Wir wollten uns bewusst die Möglichkeit offenlassen, entsprechend kürzer oder auch länger an einem Ort zu bleiben. Vor allem wollten wir uns auf der Reise keinen Zeitdruck auferlegen. Wenn es uns irgendwo besonders gut gefällt, soll es möglich sein, einfach ein paar Tage länger zu bleiben. Genauso soll die Möglichkeit bestehen, unterwegs die Route noch zu ändern oder zu erweitern, wenn wir Tipps bekommen oder Orte entdecken, die uns bei der ursprünglichen Recherche verborgen geblieben sind.

Der Plan soll uns also Orientierung geben, aber nicht diktieren, wie wir zu reisen haben.

Unsere Route

Der Plan steckte zwar noch in Kinderschuhen, war aber inzwischen so konkret, dass wir wussten: Wir werden das durchziehen.

Nachdem privat und beruflich alles geklärt war, machten wir uns daran, unseren ursprünglichen Plan immer weiter zu konkretisieren und zu schleifen. Inzwischen steht unsere Route grob, lässt aber weiterhin genügend Spielraum offen und dient letztlich vor allem als Orientierung und Anhaltspunkt.

Fest steht jedenfalls der Startpunkt mit Peking.

Von dort zieht es uns weiter nach Chengdu und über Chongqing in den Süden Chinas, bevor wir unseren Naturpart rund um Guilin erkunden. Über Hongkong geht es anschließend weiter nach Shanghai, wo unser Chinaaufenthalt nach insgesamt rund 30 Tagen endet.

Danach folgen Südkorea und Japan, wobei wir in Hokkaido starten. Von Okinawa geht es schließlich weiter nach Taiwan und auf die Philippinen.

Anschließend führt uns die Reise durch Vietnam, Kambodscha, Laos und Thailand, bevor wir uns weiter nach Süden bewegen und über Singapur und Malaysia schließlich mit Indonesien Asien abschließen.

Stand jetzt ist anschließend noch ein kurzer Aufenthalt in Australien geplant, bevor unsere Reise dort auch endet.

Von Neuseeland haben wir inzwischen aufgrund der notwendigen Zeit, des Aufwands und der Kosten abgesehen. Das Land soll deshalb irgendwann einmal seinen eigenen Urlaub bekommen.

Die detaillierte Route mit den einzelnen Städten, Aufenthaltsdauern und unseren Überlegungen dazu bekommt einen eigenen Beitrag:

→ Unsere Route durch Asien und Australien – 7 Monate Backpacking

So werden wir reisen

Wir werden die Reise so gut es geht low budget halten.

Das bedeutet vor allem: Wir reisen ausschließlich mit dem Nötigsten und nur mit einem Rucksack. Bei Transport und Unterkünften versuchen wir, soweit es sinnvoll ist, die günstigsten Varianten zu wählen.

Gleichzeitig bedeutet low budget für uns aber nicht, bei allem zwanghaft die billigste Möglichkeit zu wählen. Wenn eine etwas teurere Variante deutlich sinnvoller, komfortabler oder zeitsparender ist, werden wir diese auch nehmen.

Als Transportmittel ist es uns wichtig, so viel wie möglich öffentlich, mit Zug und Bus, zu reisen und unnötige Flüge zu vermeiden. Nicht nur aus Umweltaspekten, sondern auch, weil wir uns davon ein authentischeres Reiseerlebnis erwarten.

Wir wollen erleben, wie sich Locals selbst fortbewegen, und während der Fahrten die Landschaften sehen, anstatt sie aus der Luft zu überfliegen.

Da wir dies bereits relativ konkret geplant haben, werden wir uns beispielsweise in China fast ausschließlich mit High-Speed-Trains bzw. normalen Zügen fortbewegen. Ähnlich soll es auch in Südkorea und Japan aussehen.

In Hokkaido werden wir voraussichtlich das einzige Mal auf einen Mietwagen zurückgreifen. Dort möchten wir vor allem das ländliche Japan und die Nationalparks erleben, die schlicht nicht überall sinnvoll mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen sind.

Dafür haben wir einen kurzen Roadtrip geplant, allerdings ebenfalls bewusst etwas gekürzt, um die Kosten im Rahmen zu halten und trotzdem einen guten Eindruck von der Region zu bekommen.

In Vietnam und Thailand werden vermutlich Busse zu unseren wichtigsten Verkehrsmitteln gehören. Für kürzere Distanzen werden wir uns außerdem immer wieder Roller leihen.

Die Vorbereitung

Gerade stecken wir noch mitten in der finalen Vorbereitung.

Für eine Reise dieser Länge gibt es natürlich einiges zu beachten. Neben der genauen Routenplanung geht es auch darum, unser Gepäck und unsere Ausrüstung zu optimieren. Wir wollen alles Notwendige dabeihaben, gleichzeitig aber möglichst wenig unnötigen Ballast mitnehmen.

Weitere Themen der Vorbereitung sind unter anderem Visa, Reiseversicherung, Impfungen und die technischen Vorkehrungen, von eSIM über VPN bis hin zu unserer sonstigen Reiseelektronik.

Auch Fragen rund um Budget, Finanzen und die Organisation einer siebenmonatigen Reise gehören dazu.

Einige dieser Themen werden wir deshalb in eigenen Beiträgen genauer behandeln und dort auch unsere persönlichen Entscheidungen und Erfahrungen festhalten.

→ Unsere Route durch Asien und Australien

→ Unsere Backpacking-Packliste für sieben Monate

→ Visa für unsere Asienreise

→ Unsere Reiseplanung rund um Versicherungen, eSIM & Technik für die Reise

Was jetzt kommt

Sieben Monate sind lange genug, um eine Reise nicht nur zu planen, sondern sie auch immer wieder neu zu planen. Genau das macht für uns einen Teil des Reizes aus. Die Route steht. Der Startpunkt steht. Die grobe Richtung steht. Der Rest darf und soll sich unterwegs noch entwickeln.

In den kommenden Beiträgen wird deshalb genauer auf unsere Route, die einzelnen Länder und die Vorbereitung eingegangen – von der Frage, was tatsächlich in einen Rucksack für sieben Monate gehört, bis hin zu Visa, Versicherungen, Transport und Budget.

Und irgendwann wird aus all dieser Planung schließlich die tatsächliche Reise und der erste von vielen Orten wartet auf uns.

Peking, September 2026.

Mehr zur Vorbereitung unserer Asien-Reise

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