eastbound – Unsere Backpacking-Packliste
Unsere Ausrüstung für 7 Monate.
Sieben Monate unterwegs, mehr als zehn Länder und alles, was wir dafür brauchen, in jeweils einem Rucksack. Allein der Gedanke daran hat bei der Reiseplanung zunächst für etwas Chaos gesorgt, hat aber auch gleichzeitig das Interesse geweckt, wie es denn wirklich sein wird, über so einen langen Zeitraum nur aus einem Rucksack zu leben.
Was nimmt man mit, wenn man durch unterschiedliche Klimazonen reist, von China über Japan und Südostasien bis nach Australien? Und vor allem: Was braucht man wirklich?
Für uns war relativ schnell klar, dass wir nicht versuchen wollen, für jede mögliche Situation perfekt ausgestattet zu sein. Wir reisen mit wenig Gepäck und wollen unsere Ausrüstung im besten Fall nicht ständig hinter uns herziehen. Gerade beim Backpacking durch so viele Länder bedeutet weniger Gepäck schließlich auch mehr Freiheit.
Unsere Packliste ist deshalb bewusst minimalistisch und funktional ausgelegt. Wir haben versucht, nur Dinge mitzunehmen, die wir regelmäßig brauchen werden – und bei allem anderen darauf zu vertrauen, dass man unterwegs notfalls auch etwas kaufen kann.
Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten; bei einer Buchung oder einem Kauf über einen solchen Link erhalten wir gegebenenfalls eine Provision. Mehr dazu auf unserer [Transparenz-Seite].
Der Rucksack
Das wichtigste Stück unserer Ausrüstung ist natürlich der Rucksack selbst. Wir haben uns bewusst gegen riesige 60- oder 70-Liter-Modelle entschieden und setzen auf einen 40–50-Liter-Backpack mit Kofferöffnung.
Gerade bei häufigen Ortswechseln finden wir es praktisch, wenn sich der Rucksack möglichst weit öffnen lässt und nicht jedes Mal komplett ausgeräumt werden muss. Gleichzeitig bleibt das Gepäck kompakt genug, um damit auch Busse, Züge und kleinere Unterkünfte problemlos zu bewältigen.
Dazu kommen Packing Cubes, mit denen wir Kleidung und Kleinteile voneinander trennen. Das macht bei einem relativ kleinen Rucksack einen erstaunlich großen Unterschied.
Unser Setup
- 40–50 l Backpack
- 3–4 Packing Cubes
- kleiner Beutel für Schmutzwäsche
- Tagesrucksack bzw. kleiner faltbarer Rucksack
- kleine Drybags bzw. wasserdichte Beutel
- Gepäckschloss
- Rucksack-Regenhülle
Kleidung: lieber weniger und dafür kombinierbar
Bei der Kleidung war die größte Herausforderung, nicht für sieben Monate Kleidung einzupacken. Das wäre bei unserer Route schlicht unmöglich.
Stattdessen haben wir uns auf eine kleine Auswahl an Basics konzentriert, die sich miteinander kombinieren lassen. Gewaschen wird unterwegs regelmäßig – entweder selbst oder in einer Laundry. Farblich versuche ich vor allem viel schwarz oder zumindest monochrom zu tragen, um trotz geringer Auswahl auch stilistisch nicht abzufallen.
Unsere Kleidung muss dabei vor allem drei Dinge können: leicht sein, schnell trocknen und möglichst vielseitig einsetzbar sein. Aus diesem Grund fiel die Wahl auf viel minimalistische Sportkleidung, welche man auch im Alltag tragen kann.
Unsere Kleidung
- 5–6 T-Shirts bzw. Sport-Oberteile
- 1 Polohemd
- 2 Shorts für Sport und Alltag
- 1 lange, etwas schickere Hose
- 1 lange Jogginghose
- 1 leichtes Langarmshirt
- 1 dünner Pullover bzw. 1 dünne Weste
- 1 wasserfeste Softshell-Jacke
- 1 Badehose/Bikini
- ausreichend Unterwäsche und Socken für einige Tage
- Schlafkleidung
- 1 Kappe
Gerade weil unsere Reise im September in China startet und später auch beispielsweise Hokkaido auf dem Programm steht, mussten wir zusätzlich mit deutlich kühleren Temperaturen rechnen, vor allem nachts. Trotzdem wollten wir keine komplette Wintergarderobe mitschleppen. Wir haben uns hier jeweils für eine Softshell-Jacke entschieden, die polyvalent einsetzbar ist. Sie soll als Regenjacke dienen, aber auch herhalten, sollte es mal kälter werden.
Für die wirklich kalten Reiseabschnitte setzen wir deshalb auf Lagenprinzip statt dicker Einzelteile. Eine leichte Jacke, ein dünner Pullover und mehrere dünne Schichten sind für uns flexibler als eine schwere Winterjacke, die wir in Südostasien monatelang kaum brauchen würden und zudem Unmengen an Platz einnehmen würde.
Schuhe
Auch bei den Schuhen gilt: so wenig wie möglich.
Wir wollten nicht mit vielen Paar Schuhen reisen, sondern mit einer Kombination, die unseren Alltag sowie kleinere Wanderungen und Sporteinheiten abdeckt. Zwei Paare plus Sandalen sind für uns allerdings doch essentiell, auch um mal zwischen den Paaren wechseln zu können.
Als Alltags- und Allrounderschuhe kann ich die ASICS Gel-1130 Sneaker weiterempfehlen. Diese überzeugen mich nicht nur mit ihrer Optik, vielmehr noch mit dem Tragekomfort und dem luftigen Stoff. Also perfekt für höhere Temperaturen. Ich trage diese Sneaker bereits seit über einem Jahr im Alltag und werde sie auch für die Reise verwenden.
Deshalb gehören bei uns im Wesentlichen dazu:
- 1 Paar bequeme, leichte Alltagsschuhe mit guter Sohle
- 1 Paar Adiletten bzw. Sandalen
- Laufschuhe
Hygiene & Gesundheit
Bei Hygieneartikeln versuchen wir ebenfalls, uns auf das Nötigste zu beschränken. Viele Dinge lassen sich unterwegs problemlos nachkaufen.
In den Rucksack kommen zu Beginn daher nur die Basics:
- Zahnbürste & Zahnpasta
- Deo
- Duschgel bzw. feste Seife
- Rasierer
- Nagelschere
- kleines Mikrofaserhandtuch
Gerade bei einer siebenmonatigen Reise haben wir bewusst darauf verzichtet, für die gesamte Reise Hygieneprodukte einzupacken. Was leer wird, wird ersetzt – und was wir unterwegs brauchen, können wir in der Regel auch vor Ort kaufen.
Reiseapotheke
- persönliche Medikamente
- Pflaster und grundlegende Erste-Hilfe-Sachen
- Schmerz- und Fiebermittel
- Mittel gegen Durchfall
- Elektrolyttabletten
- Desinfektionsmittel
- Sonnencreme
- ggf. Mückenschutz (werden wir eher vor Ort kaufen)
Technik
Bei der Technik wollten wir ebenfalls nicht in die klassische „Backpacker-Falle“ geraten und plötzlich mit Kamera, Drohne, Laptop, mehreren Objektiven und fünf Ladegeräten unterwegs sein.
Wir nehmen nur das mit, was wir für die Reise tatsächlich brauchen.
Dazu gehören:
- Smartphone
- Tablet
- Ladegeräte und Kabel
- Powerbank
- Universal-Reiseadapter
- Kopfhörer
- kleine Kabeltasche
Gerade bei einer Reise über sieben Monate, aber auch bei kürzeren Reisen ist eine Powerbank ein wirkliches Essential. Nicht überall gibt es unterwegs eine Steckdose – und wenn man gerade Navigation, Übersetzung oder Buchungen benötigt, möchte man nicht ohne Akku dastehen.
Beim Thema Kopfhörer habe ich mich bewusst für kleine, kompakte In-Ear-Kopfhörer entschieden und gegen größere, sperrige On-Ear-Kopfhörer. Entscheidend ist, dass die Wahl auf Noise-Cancelling Kopfhörer fällt. Vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch in so manchen Hostel-Nächten kann diese Funktion wahrlich lebensrettend sein. Ich habe mich für meine Sony In-Ear-Kopfhörer entschieden, da ich diese schon länger im Alltag und auch auf Reisen verwende und sie mich noch nie im Stich gelassen haben. Zudem ist der Sound auch ziemlich gut.
Extra für die Reise habe ich mir ein Tablet mit Tastatur zugelegt. Meine Wahl fiel dabei auf ein Acepad aufgrund des attraktiven Preises. Ich brauche das Tablet lediglich um unterwegs an meinem Blog zu arbeiten, für die Reiseplanung und für ein gemütlicheres Film- und Videoschauen im Hotelzimmer. Dafür ist das Acepad mehr als ausreichend und macht bei der ersten Verwendung einen überraschend guten und wertigen Eindruck für diesen Preis.
Dokumente & Finanzen
Ein Teil unserer Vorbereitung findet natürlich nicht im Rucksack, sondern digital statt.
Trotzdem nehmen wir die wichtigsten Dokumente auch in physischer Form bzw. offline verfügbar mit.
Um vor Ort auch einmal ein Auto oder einen Roller mieten zu können, haben wir uns beim ÖAMTC mit zwei internationalen Führerscheinen ausgestattet. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen internationalen Abkommen: Für Japan gilt der internationale Führerschein nach dem Genfer Abkommen von 1949, während wir für die übrigen Länder unserer Route den nach dem Wiener Abkommen von 1968 benötigen. Für unsere siebenmonatige Reise sind daher tatsächlich zwei unterschiedliche Dokumente notwendig.
Der internationale Führerschein kostet beim ÖAMTC aktuell 17,90 € für Mitglieder bzw. 27,40 € für Nicht-Mitglieder und ist derzeit jeweils ein Jahr ab Ausstellung gültig. Er gilt dabei nur gemeinsam mit dem österreichischen Führerschein.
Wichtig
- Reisepass
- Führerschein und internationale Führerscheine
- Kreditkarten
- Bankomatkarte
- Kopien wichtiger Dokumente
- digitale Kopien von Reisepass, Versicherungen und wichtigen Buchungen
- Reiseversicherung
- Visa bzw. Einreiseunterlagen
- Notfallkontakte
- etwas Bargeld als Reserve
Sonstige Dinge, die mitkommen
Ein paar kleine Gegenstände nehmen kaum Platz weg, können unterwegs aber ziemlich praktisch sein:
- kleines Zahlenschloss
- Ohrstöpsel
- Schlafmaske
- kleines Notizbuch bzw. Stift
- faltbare Einkaufstasche
- Zip-Beutel
Hier haben wir versucht, nicht jedes mögliche Problem vorher lösen zu wollen. Ein bisschen Improvisation gehört für uns zum Backpacking dazu.
Was wir bewusst nicht mitnehmen
Fast genauso interessant wie die Frage, was in unseren Rucksack kommt, ist die Frage, was draußen bleibt.
Wir verzichten bewusst auf:
- große, dicke Handtücher
- noch mehr Paar Schuhe
- dicke Winterkleidung
- große On-Ear-Kopfhörer
- große Kosmetikflaschen
- komplette Reiseapotheken
- Campingausrüstung
- Dinge, die wir nur „für alle Fälle“ mitnehmen würden
Denn genau diese „für alle Fälle“-Dinge machen einen Rucksack am Ende schwer.
Und sollte uns unterwegs tatsächlich etwas fehlen, ist das für uns kein Drama. Wir reisen durch Länder, in denen wir die meisten alltäglichen Dinge problemlos nachkaufen können.
Unser Grundprinzip: Nicht für 7 Monate packen
Das war wahrscheinlich die wichtigste Erkenntnis bei unserer gesamten Packliste:
Wir müssen nicht für sieben Monate packen. Wir müssen für ein paar Tage packen und unterwegs waschen.
Unsere Reise führt uns durch völlig unterschiedliche Klimazonen und Lebenssituationen. Eine perfekte Packliste, die für jeden einzelnen Tag funktioniert, gibt es deshalb ohnehin nicht.
Stattdessen versuchen wir, mit möglichst wenigen Teilen möglichst viele Situationen abzudecken. Kleidung wird kombiniert, gewaschen und bei Bedarf ersetzt. Ausrüstung muss mehrere Funktionen erfüllen und Technik soll uns unterstützen, statt selbst zum Gepäckproblem zu werden. Am Ende soll unser Rucksack nicht bestimmen, wie wir reisen.
Und genau deshalb ist unsere Packliste wahrscheinlich deutlich kleiner ausgefallen, als wir zu Beginn der Planung gedacht hätten.
Unsere Essentials
| Ausrüstung | Unsere Wahl |
|---|---|
| Backpack | 40–50 l mit Kofferöffnung → [Unser Backpack – aktuell nicht erhältlich] |
| Packing Cubes | 3–4 Stück zur Organisation des Rucksacks → [Unsere Packing Cubes] |
| Schlafmaske | Für einen guten Schlaf → [Unsere Schlafmaske] |
| Drybags | Für Elektronik, Dokumente und empfindliche Gegenstände → [Unsere Drybags] |
| Universal-Reiseadapter | Ein Adapter für die unterschiedlichen Steckdosen auf unserer Route → [Unser Reiseadapter] |
| Powerbank | Für lange Reise- und Wandertage → [Unsere Powerbank] |
| Mikrofaserhandtuch | Leicht, kompakt und schnell trocknend → [Unser Mikrofaserhandtuch] |
| Gepäckschloss | Für Rucksack, Schließfächer und Gepäckaufbewahrung → [Unser Gepäckschloss] |
| Ohrstöpsel | Für ruhigen Schlaf → [Unsere Ohrstöpsel] |
| Kopfhörer | Für Flüge, Zugfahrten und lange Busfahrten, wichtig: Noise-Cancelling → [Unsere Kopfhörer] |
| Tablet | Für Reiseplanung und den Blog → [Unser Tablet] |
| Alltagsschuhe | Allrounder-Schuhe mit Stil → [Meine Schuhe] |
| Adiletten | Ideal für den Strand und für kurze Spaziergänge → [Meine Sandalen] |
Transparenz: Einige der Links in dieser Übersicht sind Affiliate-Links. Wenn ihr über einen solchen Link ein Produkt kauft, erhalten wir möglicherweise eine kleine Provision. Für euch entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Unsere Empfehlungen treffen wir unabhängig von einer möglichen Vergütung.
