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eastbound – 7 Monate Backpacking. Unsere Reiseplanung.

Visa, Versicherungen, Finanzen, Buchungen und alles, was vor einer Langzeitreise organisiert werden muss

Sieben Monate unterwegs zu sein klingt zunächst vor allem nach Freiheit. Kein fester Alltag, kein morgendlicher Blick auf den Kalender, keine Termine und kein Gedanke daran, wann der nächste Urlaub beginnt. Bevor wir aber letztlich in das Flugzeug steigen können, steht der unromantische Teil einer Reise an: Visa, Versicherungen, Finanzen, Flüge, Unterkünfte, Impfungen, eSIM, VPN und jede Menge kleinere organisatorische Fragen.

Eine Reise dieser Größenordnung lässt sich schließlich nicht ganz spontan beginnen. Gleichzeitig wollten wir auch nicht jeden einzelnen Tag im Voraus planen. Unser Ziel war deshalb ein Mittelweg: so viel wie nötig vorab organisieren, aber genug Spielraum lassen, um unterwegs flexibel zu bleiben.

In diesem Beitrag zeigen wir, wie wir unsere siebenmonatige Backpacking-Reise vorbereitet haben, was wir bereits vor der Abreise erledigen und welche Dinge bewusst erst unterwegs entschieden werden.

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Die Reiseplanung beginnt lange vor dem Abflug

Unsere Reise beginnt im September in China und führt uns über Südkorea, Japan, Taiwan und die Philippinen weiter durch Südostasien bis nach Indonesien. Zum Abschluss geht es noch für eine kurze Zeit nach Australien. Die gesamte Route, wie wir sie vor Abflug geplant haben, habe ich einem eigenen Beitrag festgehalten.

Die grobe Route steht damit bereits fest. Trotzdem verstehen wir sie eher als Rahmen als als unveränderlichen Reiseplan. Gerade bei einer siebenmonatigen Reise wollen wir uns nicht dazu zwingen, jeden Aufenthalt und jede Weiterreise schon Monate im Voraus festzulegen.

Das bedeutet allerdings auch, zwischen Dingen unterscheiden zu müssen, die unbedingt vorab organisiert werden sollten, und solchen, bei denen wir bewusst flexibel bleiben können.

Was wir frühzeitig planen

Dazu gehören vor allem:

  • internationale Flüge und einzelne wichtige Verbindungen der ersten Wochen
  • Mietwagen
  • Visa und Einreisebestimmungen
  • Reiseversicherung
  • Krankenversicherung bzw. Absicherung während der Reise
  • Impfungen und medizinische Vorbereitung
  • Finanzen und Bankkarten
  • wichtige Unterkünfte
  • eSIM und mobile Daten
  • VPN für bestimmte Länder
  • Reiseausrüstung und Gepäck
  • Dokumente und digitale Kopien

Andere Dinge wollen wir dagegen teilweise auch spontan entscheiden – beispielsweise, wie lange wir tatsächlich an einem Ort bleiben, welche Tagesausflüge wir machen oder welche Unterkunft wir innerhalb einer Region wählen.

Visa und Einreisebestimmungen

Bei einer Reise durch so viele Länder ist das Thema Visa natürlich ein wichtiger Teil der Vorbereitung. Jedes Land hat eigene Einreisebestimmungen, unterschiedliche Aufenthaltsdauern und teilweise auch besondere Voraussetzungen.

Deshalb haben wir uns nicht nur mit der Frage beschäftigt, ob wir ein Visum benötigen, sondern auch damit, wie lange wir uns jeweils im Land aufhalten dürfen und welche Bedingungen bei der Einreise gelten.

Gerade bei einer Route, die sich über sieben Monate und zahlreiche Länder erstreckt, kann sich dabei einiges ändern. Deshalb überprüfen wir die jeweiligen Bestimmungen möglichst kurz vor der Einreise noch einmal und verlassen uns nicht ausschließlich auf Informationen, die wir Monate zuvor recherchiert haben.

Alle wichtigen Informationen zu den Visa und Einreisebestimmungen für unsere Route habe ich in diesem Beitrag zusammengefasst.

Unsere Versicherungen

Bei einer siebenmonatigen Reise durch Asien und Australien war uns eine Reiseversicherung wichtig, die nicht nur einzelne Urlaubswochen abdeckt, sondern für die gesamte Dauer unserer Reise abgeschlossen werden kann. Wir haben uns deshalb für Care Concept entschieden und dabei den Care Global Basic als Auslandskrankenversicherung mit dem Care Protector M für Unfall- und Haftpflichtschutz kombiniert.

Der Care Global Basic übernimmt unter anderem medizinisch notwendige ambulante Behandlungen, Medikamente, stationäre Krankenhausaufenthalte sowie einen medizinisch sinnvollen Rücktransport ins Heimatland. Gerade auf unserer Route durch China, Japan, Taiwan, Südostasien und später Australien ist eine weltweite Krankenversicherung für uns daher eine der wichtigsten Absicherungen und soll uns eine sorglose Reise ermöglichen.

Zusätzlich haben wir uns für den Care Protector M entschieden. Dieser kombiniert eine internationale Haftpflichtversicherung mit einer Unfallversicherung und bietet eine Haftpflichtdeckung von bis zu 2 Millionen Euro sowie unter anderem Leistungen bei dauerhafter Invalidität und Bergungskosten nach einem Unfall. Besonders relevant ist das für unsere Zeit in Südostasien: Wir werden beispielsweise in Vietnam und Thailand voraussichtlich häufiger mit Rollern bzw. Mopeds unterwegs sein. Ein Unfall kann dort nicht nur Verletzungen und entsprechende Behandlungskosten verursachen, sondern auch Schäden an anderen Personen oder Fahrzeugen. Genau deshalb wollten wir neben der reinen Krankenversicherung auch eine separate Haftpflicht- und Unfallversicherung haben.

Wichtig ist allerdings, vor dem Mieten eines Rollers immer die konkreten Versicherungsbedingungen zu prüfen – insbesondere hinsichtlich Führerschein, Fahrzeugklasse und etwaiger Ausschlüsse.

Die Kombination aus Care Global Basic und Care Protector M gibt uns damit für unsere siebenmonatige Reise eine für unsere Route passende Grundabsicherung, ohne Versicherungsleistungen einzukaufen, die wir für unsere Reise nicht benötigen [Care Concept Reiseversicherung →].

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Finanzen: Mit welchen Karten reisen wir?

Sieben Monate unterwegs zu sein bedeutet auch, sich Gedanken darüber zu machen, wie wir unterwegs bezahlen und an Bargeld kommen. Gerade auf einer längeren Reise wollten wir uns dabei nicht auf eine einzige Karte oder ein einziges Konto verlassen. Eine gesperrte, verlorene oder nicht akzeptierte Karte kann unterwegs schnell zum Problem werden.

Deshalb setzen wir bewusst auf mehrere voneinander unabhängige Zahlungsmöglichkeiten.

Unsere finanzielle Grundausstattung besteht aus vier Komponenten:

  • einer klassischen Bankomatkarte unseres österreichischen Bankinstituts
  • einer Kreditkarte unseres heimischen Bankinstituts
  • jeweils einem eigenen Revolut-Konto
  • jeweils einer physischen Revolut-Kreditkarte

Damit haben wir mehrere Möglichkeiten, sowohl bargeldlos zu bezahlen als auch im Ausland Geld abzuheben.

Revolut als Reisekonto

Ein wichtiger Bestandteil unserer Reiseplanung ist dabei Revolut. Ich selbst nutze Revolut bereits seit längerer Zeit und habe damit bisher ausschließlich gute Erfahrungen gemacht – insbesondere auf Reisen.

Für unsere siebenmonatige Reise haben wir uns deshalb beide für ein eigenes Revolut-Konto entschieden. Einer der großen Vorteile ist für uns die Möglichkeit, in unterschiedlichen Währungen zu bezahlen und je nach Land auch Bargeld am Bankomaten abzuheben, teilweise ohne zusätzliche Gebühren.

Gerade bei einer Reise durch so viele Länder mit unterschiedlichen Währungen finden wir das praktisch. Wir können Geld bereits vorab auf das jeweilige Konto laden und haben gleichzeitig eine übersichtliche Möglichkeit, unsere Ausgaben unterwegs im Blick zu behalten.

Revolut wird für uns damit gewissermaßen zum Reisekonto, über das ein großer Teil der täglichen Ausgaben laufen soll.

Warum wir trotzdem nicht nur auf Revolut setzen

So praktisch Revolut für Reisen auch ist, wir wollten uns bewusst nicht ausschließlich darauf verlassen.

Das hat einen ganz konkreten Grund: Nicht jede Kreditkarte wird überall akzeptiert. So wurde bei der Autovermietung in Sapporo, Japan meine Revolut-Karte beispielsweise nicht akzeptiert. Würde man nur mit einer Karte reisen, könnte das schnell zum Problem werden. In unserem Fall konnte ich einfach auf meine andere Kreditkarte zurückgreifen.

Gerade bei Mietwagen, Hotels oder anderen Leistungen, bei denen eine Kreditkarte als Sicherheit hinterlegt werden muss, kann es deshalb sinnvoll sein, eine klassische Kreditkarte eines etablierten Bankinstituts als zusätzliche Option dabeizuhaben.

Unsere Lösung ist deshalb bewusst redundant: Bankomatkarte, klassische Kreditkarte und Revolut. Sollte eine Karte einmal nicht funktionieren, gesperrt werden oder verloren gehen, haben wir noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung.

Bargeld unterwegs

Auch wenn wir möglichst viel mit Karte bezahlen möchten, werden wir nicht komplett ohne Bargeld reisen. Gerade in Teilen Südostasiens ist Bargeld nach wie vor wichtig und nicht überall werden internationale Karten problemlos akzeptiert.

Wir wollen deshalb nicht bereits vor der Abreise große Mengen an Fremdwährungen besorgen, sondern überwiegend vor Ort Geld abheben und dabei je nach Land entscheiden, wie viel Bargeld wir tatsächlich benötigen.

Gerade hier spielt die Kombination aus Revolut und unseren klassischen Bankkarten für uns eine wichtige Rolle: Wir können je nach Land und Bankomat die jeweils günstigste bzw. praktikabelste Karte verwenden.

Wir führen auch einen kleinen Betrag in Euro mit, welchen wir im Notfall in die jeweilige Landeswährung wechseln können.

Unser Ziel ist damit eigentlich ziemlich simpel: möglichst flexibel bleiben, Gebühren vermeiden, aber gleichzeitig nie von einer einzigen Karte abhängig sein.

Flüge und Transport buchen – was planen wir vorab?

Bei einer siebenmonatigen Reise wollten wir bewusst nicht jede einzelne Verbindung im Voraus buchen. Unsere Route ist zwar klar, die konkrete Umsetzung soll aber flexibel bleiben.

Einige Verbindungen machen wir allerdings bereits vorab fest – vor allem dort, wo eine Buchung für die weitere Route notwendig ist oder der Preisunterschied zwischen früher und später erheblich sein kann. Vor allem bei Flügen und Nachtzügen kann das zum Thema werden, da man bei einer sehr kurzfristigen Buchung Gefahr läuft, dass man kein Ticket mehr bekommt oder plötzlich ein Vielfaches des ursprünglichen Preises zahlen muss.

Ansonsten gilt für uns: Je länger wir unterwegs sind, desto weniger wollen wir uns an einen fixen Zeitplan binden.

Gerade bei unseren Transportmitteln spielt außerdem die Art des Reisens eine Rolle. Wo es sinnvoll und möglich ist, wollen wir auf Zug, Bus und öffentliche Verkehrsmittel setzen. In China beispielsweise werden wir große Teile der Strecke mit Hochgeschwindigkeitszügen zurücklegen. Auch in Japan und Südkorea wollen wir möglichst viel mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs sein.

Flüge sind für uns deshalb eher Mittel zum Zweck als Standardlösung – ganz vermeiden lassen sie sich bei unserer Route allerdings nicht.

Unterkünfte: Was buchen wir vorab?

Bei der Buchung unserer Unterkünfte ist für uns vor allem eines wichtig: ein gutes Verhältnis zwischen Preis, Lage und Unterkunft selbst. In Asien erscheint uns dafür aktuell Trip.com als die praktischste Plattform. Gerade weil ein großer Teil unserer Route durch Asien führt, finden sich dort viele der Unterkünfte, die für uns infrage kommen.

Wie weit im Voraus wir buchen, hängt stark davon ab, wo wir gerade unterwegs sind. In größeren Städten mit einer großen Auswahl an Unterkünften werden wir sicherlich auch einmal nur einen Tag vorher buchen und damit bewusst flexibel bleiben. Gleichzeitig müssen wir bei ländlicheren Regionen und kleineren Orten etwas vorausschauender planen. Wenn es dort nur eine begrenzte Anzahl an Unterkünften gibt, wollen wir nicht zu lange warten und am Ende vor der Situation stehen, überhaupt kein Zimmer mehr zu bekommen oder aufgrund der wenigen verbliebenen Möglichkeiten deutlich mehr bezahlen zu müssen.

Grundsätzlich gilt für uns: so günstig wie möglich, aber nicht um jeden Preis. Wir wollen unser Reisebudget möglichst niedrig halten, werden aber nicht krampfhaft die billigste Unterkunft wählen. Entscheidend ist für uns das Gesamtpaket aus Preis, Lage und Unterkunft selbst.

Ein gutes Beispiel dafür ist bereits unser Start in Peking. Wir hätten dort deutlich günstiger übernachten können. Die günstigeren Unterkünfte lagen allerdings teilweise weit außerhalb des Zentrums. Was auf den ersten Blick nach einer Ersparnis aussieht, hätte für uns bedeutet, jeden Tag ungefähr eine Stunde pro Richtung zusätzlich unterwegs zu sein. Gerade für die ersten Tage einer siebenmonatigen Reise war uns das die Ersparnis nicht wert. Wir zahlen deshalb etwas mehr, nächtigen dafür zentraler und können Peking ohne unnötig lange Wege und deutlich entspannter erkunden.

Auch bei den Unterkünften wollen wir also nicht einfach den niedrigsten Preis als Maßstab nehmen, sondern abwägen, was wir für unser Geld tatsächlich bekommen und wie viel uns eine gute Lage wert ist.

Welche Unterkünfte wir auf unserer Reise konkret gebucht haben, was sie gekostet haben und wie wir sie letztlich bewerten, werden wir in den jeweiligen Länder- und Reisebeiträgen festhalten.

Impfungen und medizinische Vorbereitung

Bei einer siebenmonatigen Reise durch so viele unterschiedliche Länder wollten wir auch die medizinische Vorbereitung nicht erst kurz vor dem Abflug angehen. Welche Impfungen und Vorsorgemaßnahmen tatsächlich sinnvoll sind, hängt stark von der Route, der Reiseart und der individuellen Situation ab. Eine reisemedizinische Beratung ist deshalb aus unserer Sicht die beste Grundlage.

Impfungen

Bei den Impfungen haben wir uns an den Empfehlungen für unsere konkrete Route orientiert und unseren bestehenden Impfschutz überprüfen lassen. Gerade bei einer Reise durch China, Japan, Südostasien und Indonesien kommen neben den regulären Impfungen je nach Reiseroute und Aufenthaltsart auch spezielle Reiseimpfungen infrage. Dazu gehören beispielsweise Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut oder auch Japanische Enzephalitis.

Unser wichtigster Tipp dabei: früh anfangen und ein gewisses Budget einplanen. Bei einigen Impfungen sind mehrere Dosen notwendig, zwischen denen teilweise mehrere Wochen oder sogar Monate liegen müssen. Wer erst wenige Wochen vor der Abreise mit der gesamten Impfplanung beginnt, kann deshalb schnell unter Zeitdruck geraten. Rein finanziell können sich diese Impfungen auch schnell summieren, da gewisse Dosen alleine über 100 € kosten. Auch das sollte man bei der Planung im Hinterkopf behalten, damit letztlich das Reisebudget nicht gesprengt wird.

Wir haben uns deshalb bereits frühzeitig darum gekümmert, welche Impfungen für unsere Reise sinnvoll sind, und unseren Impfpass entsprechend ergänzt bzw. aktualisiert. Welche Impfungen wir letztlich konkret erhalten haben, haben wir anhand unserer individuellen Situation und der jeweiligen Länderempfehlungen entschieden – und würden auch anderen Reisenden empfehlen, nicht einfach eine allgemeine Liste abzuarbeiten, sondern die eigene Route mit einer Ärztin oder einem Arzt durchzugehen.

Ärztliche Untersuchungen vor der Reise

Neben den Impfungen haben wir die Reise zum Anlass genommen, auch einige allgemeine Untersuchungen zu erledigen.

Für uns gehörten dazu eine allgemeine ärztliche Untersuchung, ein Termin beim Hautarzt und vor allem ein Besuch beim Zahnarzt. Gerade Letzteres halte ich persönlich vor einer längeren Reise für besonders wichtig. Sieben Monate unterwegs zu sein bedeutet auch, dass man nicht einfach jederzeit zum gewohnten Zahnarzt in der Heimatstadt gehen kann. Ein Problem, das vor der Abreise noch unkompliziert behandelt werden kann, möchte man schließlich nicht erst irgendwo in Asien zum Problem werden lassen.

Die medizinische Vorbereitung war für uns deshalb weniger eine Frage davon, vor der Reise noch schnell „alles durchchecken“ zu lassen, sondern vielmehr eine Möglichkeit, mögliche offene Punkte vor sieben Monaten unterwegs zu erledigen.

Unsere Reiseapotheke

Auch bei der Reiseapotheke gilt für uns: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Wir wollen schließlich mit einem Rucksack reisen und nicht mit einer mobilen Hausapotheke.

Wir nehmen deshalb eine kleine Grundausstattung für typische Beschwerden und Situationen mit und ergänzen diese gegebenenfalls unterwegs. Bei regelmäßig benötigten Medikamenten sollte man außerdem darauf achten, ausreichend Vorrat mitzunehmen und die entsprechenden ärztlichen Nachweise bzw. Verschreibungen dabeizuhaben. Auch das österreichische Außenministerium empfiehlt für Reisen eine passende Reiseapotheke und weist auf die notwendigen Nachweise bei bestimmten Medikamenten hin.

Im Beitrag zu unserer konkreten Packliste werde ich später noch konkret darauf eingehen, welche Medikamente und Utensilien tatsächlich in unserem Rucksack landen – von Schmerzmitteln und Mitteln gegen Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu Pflastern und Desinfektionsmittel.

Impfpass und medizinische Dokumente

Unseren Impfpass nehmen wir physisch mit und haben die wichtigsten medizinischen Unterlagen zusätzlich digital gespeichert. So können wir bei Bedarf auch unterwegs auf Impf- und Versicherungsinformationen zugreifen.

Lieber zu früh als zu spät

Rückblickend war für uns vor allem eines wichtig: die medizinische Vorbereitung frühzeitig anzugehen. Impfungen, Arzttermine, Zahnarzt und Reiseapotheke sind keine Dinge, die man unbedingt in den letzten Tagen vor der Abreise erledigen sollte.

Gerade bei einer längeren Reise ist es angenehm, wenn diese Punkte bereits einige Zeit vor dem Abflug erledigt sind und man sich in den letzten Wochen stattdessen auf die eigentliche Reise konzentrieren kann.

eSIM, Internet und VPN

Eine stabile Internetverbindung ist auf einer so langen Reise nicht nur für Social Media und Google Maps praktisch. Wir brauchen sie auch für Buchungen, Navigation, Übersetzungen, Banking und die Kommunikation mit Familie und Freunden.

Deshalb haben wir uns bereits vorab mit eSIMs und mobilen Daten beschäftigt. Statt in jedem Land eine neue SIM-Karte kaufen zu müssen, setzen wir auf eine eSIM, die wir bereits vor der Abreise installieren und je nach Land bzw. Region nutzen können.

Für unsere Reise haben wir uns für Airalo entschieden. Der Anbieter bietet regionale eSIMs an, die einen großen Teil unserer Route abdecken und uns dadurch ersparen, in jedem Land eine neue SIM-Karte organisieren zu müssen. Gerade bei unserer Route durch China, Japan, Taiwan, Südostasien und weitere Länder ist das für uns die unkomplizierteste Lösung.

Besonders wichtig ist das Thema Internet für uns in China. Dort gibt es zusätzlich Einschränkungen bei einigen westlichen Online-Diensten. Eine internationale Reise-eSIM kann hier bereits helfen, da der Datenverkehr nicht wie bei einer lokalen chinesischen SIM über das normale chinesische Internet läuft. Trotzdem wollten wir uns nicht ausschließlich darauf verlassen und haben deshalb zusätzlich einen VPN vorbereitet.

Hier haben wir uns für NordVPN entschieden. Damit haben wir eine weitere Möglichkeit, auf bestimmte Dienste und Inhalte zuzugreifen, falls wir sie während der Reise benötigen. Gerade für eine längere Reise durch mehrere Länder ist uns wichtig, nicht nur eine einzige technische Lösung zu haben. Auch möchte ich in Asien nicht darauf verzichten, den europäischen Fußball live zu verfolgen. Mit NordVPN laufe ich nicht Gefahr ein Spiel aufgrund von Geoblocking zu verpassen [hier NordVPN holen].

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Beide Tools haben für uns außerdem einen praktischen Vorteil: Wir können sie bereits vor der Abreise einrichten und testen, anstatt erst am Flughafen oder bei der Einreise feststellen zu müssen, dass eine wichtige App oder ein Dienst nicht funktioniert.

Dokumente und digitale Vorbereitung

Bei sieben Monaten unterwegs sammelt sich auch einiges an Dokumenten.

Deshalb haben wir wichtige Unterlagen sowohl physisch als auch digital verfügbar. Dazu gehören unter anderem:

  • Reisepass
  • Führerschein und internationaler Führerschein
  • Versicherungsunterlagen
  • Impfpass
  • Flug- und Buchungsbestätigungen
  • Visa und Einreisedokumente
  • wichtige Kontaktdaten
  • Notfallinformationen

Die wichtigsten Dokumente speichern wir zusätzlich digital, sodass wir auch dann darauf zugreifen können, wenn einmal etwas verloren geht.

Was wir bewusst nicht planen

Vielleicht ist das der wichtigste Teil unserer Reiseplanung.

Bei sieben Monaten unterwegs wäre es theoretisch möglich, bereits jetzt jeden Flug, jedes Hotel und jeden einzelnen Reisetag festzulegen. Genau das wollen wir aber nicht.

Wir wollen nicht sieben Monate lang einen Kalender abarbeiten.

Unsere Route gibt die Richtung vor. Der Rest darf sich unterwegs entwickeln.

Vielleicht gefällt uns ein Ort besonders gut und wir bleiben länger. Vielleicht stellen wir fest, dass eine ursprünglich geplante Station doch nicht zu uns passt. Vielleicht ergibt sich unterwegs eine Möglichkeit, mit der wir heute noch gar nicht rechnen.

Genau dafür wollen wir Raum lassen.

Unsere Checkliste für sieben Monate Backpacking

Damit wir bei all den organisatorischen Dingen nicht den Überblick verlieren, haben wir unsere Vorbereitung grob in folgende Bereiche aufgeteilt:

Vor der Abreise

☐ Route und grobe Aufenthaltsdauer festlegen
☐ Reisepass überprüfen
☐ Visa und Einreisebestimmungen prüfen
☐ Reiseversicherung abschließen
☐ Impfungen und medizinische Vorbereitung
☐ Bankkarten und Finanzen organisieren
☐ wichtige Flüge buchen
☐ erste Unterkünfte buchen
☐ eSIM vorbereiten
☐ VPN für China einrichten
☐ wichtige Apps installieren
☐ digitale Dokumente sichern
☐ Reiseausrüstung kaufen
☐ Rucksack packen und testen

Während der Reise

☐ Einreisebestimmungen vor jedem Land erneut prüfen
☐ Unterkünfte flexibel buchen
☐ Transport je nach Route organisieren
☐ Budget im Blick behalten
☐ Route bei Bedarf anpassen

Sieben Monate, aber kein minutiöser Reiseplan

Am Ende ist unsere Vorbereitung deshalb ein Kompromiss zwischen Planung und Freiheit.

Die großen Entscheidungen sind getroffen: die grobe Route steht, wichtige Flüge sind organisiert, Visa und Versicherungen werden vorbereitet und wir wissen, welche Ausrüstung mitkommt.

Die konkreten Routen, Aufenthaltsdauern, Transportverbindungen und Kosten werden wir deshalb nach und nach in eigenen Beiträgen festhalten. Dieser Beitrag soll vor allem zeigen, wie wir eine siebenmonatige Backpacking-Reise überhaupt organisatorisch auf die Beine stellen.

Mehr zur Vorbereitung unserer Asien-Reise

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