eastbound – Unsere Route durch Asien und Australien
Sieben Monate, ein Rucksack und einmal quer durch Asien bis nach Australien
Sieben Monate unterwegs zu sein, klingt zunächst einmal nach ziemlich viel Zeit – und das ist es natürlich auch. Wenn man sich dann aber ansieht, welche und vor allem wie viele Länder wir in dieser Zeit bereisen wollen, relativiert sich das Ganze doch wieder ein Stück weit.
Unsere Route führt uns von China über Südkorea und Japan weiter nach Taiwan und auf die Philippinen. Danach geht es durch Südostasien immer weiter Richtung Süden, bis wir mit Indonesien schließlich den letzten Teil unserer Asienreise erreichen. Von dort geht es noch für einen kurzen Abstecher nach Australien, wo unsere Reise nach ca. sieben Monaten enden soll.
Die Route ist lang, ziemlich ambitioniert und wahrscheinlich auch nicht ganz in Stein gemeißelt. Genau das ist aber auch so gewollt. Wir wollen zwar mit einem möglichst guten Plan starten, uns unterwegs aber trotzdem die Möglichkeit offenhalten, länger an einem Ort zu bleiben, wenn es uns dort besonders gut gefällt – oder eben weiterzuziehen, wenn wir merken, dass wir uns etwas anderes erwartet haben.
Denn auch wenn wir in sieben Monaten natürlich viele Länder und Orte sehen werden, geht es uns nicht darum, möglichst viele Häkchen auf einer Landkarte zu setzen. Wir wollen uns bewusst Zeit nehmen, um die einzelnen Länder wirklich kennenzulernen. Lieber einmal einen Tag länger an einem Ort bleiben, durch eine Stadt treiben lassen oder einen Nachmittag einfach nichts planen, als jeden Tag nur von einem Programmpunkt zum nächsten zu hetzen.
Gerade deshalb haben wir bei der Planung versucht, immer wieder etwas Luft zwischen den einzelnen Stationen zu lassen. Es wird geplante Sightseeing-Tage geben, aber genauso bewusst langsamere Tage, Zeit in der Natur und auch den einen oder anderen Tag, an dem wir morgens noch nicht wissen, was wir abends machen werden.
Auch beim Transport wollen wir unsere bisherige Linie beibehalten: so wenig Flüge wie sinnvoll möglich und stattdessen möglichst viel mit Zug, Bus und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln. Nicht nur, um unser Reisebudget zu schonen, sondern weil für uns auch die Reise zwischen zwei Orten zum Erlebnis dazugehört.
Hier stellen wir deshalb unsere komplette Route vor – mit den geplanten Stationen in den jeweiligen Ländern und der ungefähren Aufenthaltsdauer. Hier soll nur ein grober Überblick geschaffen werden, über den Reiseplan, wie er vor Reisebeginn aussieht. Es werden zu den einzelnen Ländern detaillierte Reisepläne entstehen, die mit der Reise wachsen werden und unsere Reise authentisch wiedergeben sollen.
September – China
Peking → Chengdu → Chongqing → Fanjing Mountain → Zhangjiajie → Guilin → Hongkong → Shanghai
ca. 34 Tage
China bildet den Auftakt unserer Reise und ist gleichzeitig eines der Länder, auf die wir uns besonders freuen. Gerade deshalb wollten wir hier auch nicht einfach nur die bekanntesten Sehenswürdigkeiten abklappern, sondern bewusst etwas mehr Zeit einplanen.
Unsere Reise beginnt in Peking, bevor es weiter nach Chengdu und anschließend nach Chongqing geht. Von den großen Städten zieht es uns danach etwas mehr in die Natur. Rund um Zhangjiajie und Guilin wollen wir einen ganz anderen Eindruck von China bekommen, bevor wir über Hongkong schließlich nach Shanghai weiterreisen. Dass wir in den verschiedenen Provinzen Chinas auch die jeweilige Küche genauer unter die Lupe nehmen werden, muss ich an dieser Stelle eigentlich nicht extra erwähnen. Das gilt natürlich nicht nur für China, sondern für die gesamte Reise. Wie auch in meinem Alltag wird die Kulinarik einen fundamentalen Teil dieser Reise ausmachen.
China ist dabei auch ein gutes Beispiel dafür, wie wir generell an die Reise herangehen wollen: Wir hätten problemlos noch deutlich mehr Orte auf die Route setzen können. Gerade bei einem Land dieser Größe war die Liste an spannenden Gegenden endlos. Irgendwann muss man sich aber bewusst entscheiden und sich eingestehen, dass man nicht alles sehen kann. So mussten wir die eine oder andere Provinz gänzlich streichen. Aber man braucht ja schließlich immer etwas für ein nächstes Mal.
Wir haben uns daher lieber für wenigere Stationen entschieden und dafür versucht, genügend Zeit einzuplanen, um diese auch wirklich erleben zu können.
Auch beim Transport wollen wir in China möglichst auf Flüge verzichten. Zwischen den größeren Städten werden deshalb vor allem High-Speed-Züge zum Einsatz kommen, bei längeren Strecken teilweise auch Nachtzüge.
Auch auf die Zugfahrten freue ich mich besonders. Ein großer Teil des chinesischen Reiseerlebnisses wird für uns schließlich auch darin bestehen, einfach einmal mehrere Stunden aus dem Zugfenster zu schauen und zu beobachten, wie sich die Landschaft verändert.
Unsere Route durch China im Detail
Oktober – Südkorea
Shanghai → Jeju Island → Busan → Ulsan → Gyeongju → Jeonju
ca. 10 Tage
Nach China geht es weiter nach Südkorea, wo wir uns dieses Mal bewusst auf den Süden konzentrieren. Seoul lassen wir aus, da wir die Stadt bereits bei unserer ersten Südkorea-Reise kennenlernen durften. Auch der ursprünglich geplante Seoraksan National Park fällt dieser Route zum Opfer – zwar schade, aber schlichtweg nicht sinnvoll, wenn wir dafür einen größeren Umweg in Kauf nehmen müssten.
Stattdessen geht es nun von Shanghai zunächst nach Jeju Island und anschließend über Busan, Ulsan, Gyeongju und Jeonju weiter. Von Busan fliegen wir schließlich nach Sapporo. Der Flug war zum Zeitpunkt unserer Planung rund halb so teuer wie eine Verbindung ab Seoul und somit taktgebend für unsere Route.
Unsere Route durch Südkorea im Detail
Oktober/November – Japan
Hokkaido → Tohoku →Tokio → Mount Fuji → Hiroshima → Kyushu → Okinawa
ca. 30 Tage
Auch Japan steht nach unserer ersten Reise im Winter 2024/25 bereits zum zweiten Mal auf dem Plan. Dieses Mal wollen wir allerdings den Fokus nicht nur auf Tokio und Osaka legen, sondern vielmehr einmal von Nord nach Süd reisen.
Unsere Route beginnt im Norden auf Hokkaido und führt uns über Tohoku und Tokio weiter Richtung Süden. Eine Rückkehr nach Tokio war für uns obligatorisch, wenn auch nicht derart ausführlich wie bei der ersten Japan-Reise. Über den Mount Fuji und Hiroshima geht es schließlich nach Kyushu, bevor wir auf Okinawa vermutlich noch eine ganz andere Seite Japans kennenlernen dürfen.
Während wir auf Hokkaido vor allem die Natur und die Nationalparks erkunden wollen, soll der restliche Teil der Route wieder eine Mischung aus Städten und unterschiedlichen Regionen und Landschaften werden. Für Hokkaido planen wir dabei teilweise einen Mietwagen ein, ansonsten wollen wir Japan möglichst mit Zug und öffentlichen Verkehrsmitteln bereisen.
Unsere Route durch Japan im Detail
November/Dezember – Taiwan
Okinawa → Taipeh → Tainan → Kaohsiung
ca. 7 Tage
Von Okinawa geht es weiter nach Taiwan. Zwischen modernen Städten, beeindruckenden Bergen, tropischer Küsten und kleinen traditionellen Orten soll hier chinesische Kultur auf eine ganz eigene, moderne Identität treffen.
Wir wollen Taiwan nicht nur wegen der Landschaft erleben, sondern vor allem wegen dieser Mischung. Streetfood und Nachtmärkte, Tempel neben Wolkenkratzern, Berge und das Meer – auf vergleichsweise wenig Fläche scheint Taiwan wirklich einiges zu bieten zu haben.
Unsere Route durch Taiwan im Detail
Dezember – Philippinen
Kaohsiung → (Manila) → El Nido
ca. 9 Tage
Nach Taiwan geht es weiter auf die Philippinen. Hier darf die Route dann auch einmal etwas weniger „städtisch“ werden und soll vor allem nach einem doch intensiven Programm in den ersten Monaten etwas ruhiger werden und etwas Erholung bieten.
Während wir zuvor viele große Städte und dicht besiedelte Regionen bereisen, stehen auf den Philippinen vor allem die Natur, Strand und Meer im Vordergrund. Fraglich ist für uns weiterhin, ob mit Manila eine weitere Metropole ihren Platz in unserer Route bekommen soll. Davon abgesehen, wollen wir uns auf lediglich eine Insel fokussieren, die uns alles oder vieles bieten soll, was die Philippinen ausmacht, ohne andauerndes Inselhopping, um Zeit und Nerven zu sparen. Aktuell fällt unsere Wahl auf El Nido.
Unsere Route auf den Philippinen im Detail
Dezember/Jänner – Vietnam
Hanoi → Sa Pa → Cao Bang → Cat Ba → Ninh Binh → Hue → Da Nang → Hoi An → Da Lat → Ho-Chi-Minh-City → Can Tho
ca. 30 Tage
Von den Philippinen geht es weiter nach Vietnam. Nach den vielen Inseln der vorherigen Wochen beginnt damit unser längerer Abschnitt durch Südostasien.
Vietnam war eines der Länder, die schon relativ früh auf unserer Liste für diese Reise standen und damit ein zentraler Punkt, um den wir die Reise herum planten. Dementsprechend viel Zeit wollten wir auch hier einplanen.
Unsere Reise beginnt im Norden in Hanoi, bevor wir uns Schritt für Schritt Richtung Süden bewegen. Hier sind derzeit viele Stopps mit eher kurzem Aufenthalt geplant. Auch hier wird es essenziell sein nicht zu overpacen und uns zwischendurch einen day off zu genehmigen. Hier besteht also durchaus Potenzial, dass sich Vietnam für uns doch noch um ein paar Tage verlängert – natürlich auch abhängig davon wie gut es uns gefällt.
Unsere Route durch Vietnam im Detail
Dezember/Jänner – Kambodscha
ca. 7 Tage
Für Kambodscha haben wir bewusst weniger Zeit eingeplant. Das bedeutet nicht, dass wir das Land weniger interessant finden – vielmehr stellte sich irgendwann die Frage, wie wir unsere Zeit sinnvoll verteilen wollen.
Deshalb wollen wir hier einen relativ kurzen, aber dafür gezielten Aufenthalt einlegen. Obwohl auch bspw. einige Inseln sicher einen Besuch Wert wären, haben wir uns dazu entschieden uns auf Siem Reap und Angkor Wat zu beschränken, auch weil wir dort auf einen guten Freund treffen werden.
Unsere Route durch Kambodscha im Detail
Jänner – Laos
ca. X Tage
Von Kambodscha geht es vermutlich weiter nach Laos.
Laos bildet tatsächlich noch die größte Ungewissheit auf unserer Reise. Derzeit ist es durchaus möglich, dass wir das Land als Ganzes bereisen, oder auch nur den Süden. Es ist zudem auch noch eine Option, dass wir Laos auslassen und von Kambodscha direkt nach Thailand weiterreisen. Grund hierfür sind die Faktoren, dass wir ungern auf einen Flug zurückgreifen wollen, aber auch nicht unbedingt mehrere 10h+ Busfahrten auf uns nehmen wollen. Die Recherche nach einer eleganten Lösung läuft also bereits und wird hier auch geupdatet, sobald eine Lösung gefunden wurde.
Unsere Route durch Laos im Detail
Jänner/Februar – Thailand
ca. X Wochen
Nach Laos geht es weiter nach Thailand. Das steht jedenfalls fest. Auch fest steht, dass Chiang Mai mit dem Norden Thailands und Bangkok eine zentrale Rolle spielen sollen. Für den weiteren Lauf der Route haben wir zwar bereits eine Skizze, fixiert ist sie aber noch nicht. Unklar ist auch wie wir den Weg vom Norden bis in den Süden beschreiten wollen, ob mit Zug/Bus oder doch per Flug, abhängig davon, ob wir uns neben dem Norden und Bangkok nur auf den Süden beschränken wollen, oder ob wir auch noch Zeit im „mittleren Teil“ einplanen wollen bzw. sinnvoll investieren können.
Unsere Route in Thailand im Detail
Februar – Malaysia
ca. 16 Tage
Ko Lanta / Hat Yai → Penang → Ipoh → Cameron Highlands (Tanah Rata) → Kuala Lumpur → Melaka → Singapur
Weiter Richtung Süden führt uns die Route nach Malaysia. Hier wird unsere Route wieder deutlich klarer und wirft weniger Fragen auf. Hier hat sich die Route auch fast von selbst geplant.
Nach Vietnam, Kambodscha, Laos und Thailand beginnt damit langsam der letzte große Abschnitt unserer Asienreise.
Unsere Route durch Malaysia im Detail
Februar/März – Singapur
ca. 4 Tage
Mit Singapur steht anschließend ein kompletter Kontrast zu vielen unserer bisherigen Stationen auf dem Programm.
Der Aufenthalt wird vergleichsweise kurz ausfallen, soll uns aber die Möglichkeit bieten, die Stadt zumindest für einige Tage kennenzulernen, bevor es weiter nach Indonesien geht.
Unser Programm in Singapur
März – Indonesien
ca. 16 Tage
Singapur → Yogyakarta → Malang → Cemoro Lawang / Mount Bromo → Banyuwangi / Ijen → Bali → Ubud → Sidemen → Flughafen Denpasar
Mit Indonesien erreichen wir schließlich das südliche Ende unserer Asienreise.
Auch hier könnten wir vermutlich mehrere Monate verbringen, ohne dass uns die Auswahl an möglichen Zielen ausgehen würde. Für unsere Route müssen wir uns deshalb wieder auf einige wenige Regionen konzentrieren.
Von Singapur geht es direkt nach Java. Nach der Fähre nach Bali warten mit Ubud und Sidemen zwei ganz unterschiedliche Seiten der Insel, bevor die Reise am Flughafen Denpasar endet. Jakarta lassen wir bewusst aus – so bleibt mehr Zeit für die landschaftlichen und kulturellen Highlights entlang der Route.
Nach fast sechs Monaten unterwegs wird sich spätestens hier außerdem zeigen, wie sich unser ursprünglicher Plan tatsächlich bewährt hat. Vielleicht sind wir bis dahin noch genauso motiviert, jede geplante Station mitzunehmen. Vielleicht haben wir aber auch längst gelernt, einen Ort länger zu genießen und dafür einen anderen auszulassen.
Genau diese Freiheit wollten wir uns von Anfang an erhalten.
Unsere Route durch Indonesien im Detail
März/April – Australien
Der letzte Abschnitt unserer Reise
ca. 7-10 Tage
Nach fast sieben Monaten in Asien geht es schließlich noch für einen kurzen Abstecher nach Australien.
Ursprünglich war die Route sogar noch deutlich größer gedacht. Auch Neuseeland und weitere Teile Ozeaniens standen zeitweise auf unserer Liste. Irgendwann mussten wir aber auch hier wieder priorisieren.
Australien soll deshalb bewusst nur ein kurzer Abschluss unserer Reise werden – bevor es nach sieben Monaten mit dem Rucksack wieder zurück nach Hause geht.
Vielleicht kommen wir hier auf den Geschmack, um für einen eigenen Urlaub zurückzukommen und uns dem Land ausführlicher zu widmen.
Unsere Route durch Australien im Detail
Unsere Route auf einen Blick
China → Südkorea → Japan → Taiwan → Philippinen → Vietnam → Kambodscha → Laos → Thailand → Malaysia → Singapur → Indonesien → Australien
Damit geht es für uns in sieben Monaten einmal quer durch Ost- und Südostasien und schließlich noch bis nach Australien.
Ob am Ende tatsächlich jeder einzelne Punkt dieser Route genauso aussieht wie heute? Vermutlich nicht. Und genau das soll auch der Plan sein.
Der Plan soll uns Orientierung geben, aber kein Korsett sein. Wir haben uns bewusst gegen eine Reise entschieden, bei der jeder Tag bereits Monate im Voraus feststeht. Wenn wir unterwegs merken, dass wir irgendwo länger bleiben wollen, werden wir das tun. Wenn ein Ort nicht unseren Erwartungen entspricht, ziehen wir weiter. Und wenn sich irgendwo spontan eine Möglichkeit ergibt, die heute noch gar nicht auf unserer Karte steht, wollen wir uns diese ebenfalls offenhalten.
Der Spagat zwischen möglichst spontan buchen zu können und dadurch gleichzeitig das Risiko höherer Preise oder ausverkaufter Tickets einzugehen, wird definitiv eine Herausforderung sein – das zeigt sich bereits bei den ersten Buchungen. Hier gilt es, den richtigen Sweet-Spot zu finden und mit der Zeit ein Gefühl dafür zu bekommen.
Die Route steht also. Zumindest fürs Erste.
